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Ätherische Öle im Alltag – was sie können und was nicht

Chemie, Verdünnung, Sicherheit. Und eine ehrliche Einordnung dessen, was belegt ist und was nicht.

Was ätherische Öle eigentlich sind

Ätherische Öle sind keine fetten Öle. Sie sind flüchtige Stoffgemische, die Pflanzen bilden – meist als Schutz gegen Fraßfeinde oder um Bestäuber anzulocken. Gewonnen werden sie überwiegend durch Wasserdampfdestillation; bei Zitrusschalen durch Kaltpressung.

Ein einziges Öl enthält oft mehr als hundert Einzelsubstanzen. Lavendel besteht größtenteils aus Linalool und Linalylacetat, Teebaum aus Terpinen-4-ol, Pfefferminze aus Menthol. Diese Zusammensetzung schwankt je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und Destillationsführung – deshalb sind zwei Lavendelöle nicht automatisch dasselbe.

Woran man Qualität erkennt

Auf einem guten Etikett steht mehr als „100 % naturrein":

  • der botanische Name (Lavandula angustifolia ist nicht Lavandula latifolia),
  • das Anbau- oder Ursprungsland,
  • der verwendete Pflanzenteil (Blatt, Blüte, Schale, Wurzel),
  • eine Chargennummer,
  • idealerweise ein Verweis auf eine GC/MS-Analyse der Charge.

„Therapeutische Qualität" ist übrigens kein geschützter Begriff und sagt für sich genommen nichts aus.

Sicherheit: die Regeln, die wirklich zählen

Immer verdünnen. Für Erwachsene sind 1 bis 3 Prozent in einem fetten Trägeröl üblich – das entspricht etwa 6 bis 18 Tropfen auf 30 ml. Für Kinder ab drei Jahren 0,5 bis 1 Prozent. Für Säuglinge unter drei Monaten: gar nicht.

Zitrusöle und Sonne. Bergamotte, Zitrone, Limette und Bitterorange enthalten Furocumarine und können phototoxisch wirken. Nach dem Auftragen auf die Haut mindestens 12 Stunden keine direkte Sonne und keine Solarien.

Nicht einnehmen. Die orale Einnahme ätherischer Öle gehört in fachkundige Hände und ist für den Hausgebrauch nicht geeignet. Schleimhäute reagieren empfindlich, und manche Öle sind lebertoxisch.

Vorsicht bei: Schwangerschaft (besonders im ersten Trimenon), Epilepsie (Kampfer, Rosmarin, Salbei, Ysop), Asthma (Raumbeduftung kann Anfälle auslösen), Bluthochdruck, sowie bei Säuglingen und Kleinkindern.

Haustiere. Katzen können viele Terpene nicht abbauen, weil ihnen ein bestimmter Leberstoffwechsel fehlt. Teebaum, Zitrusöle und Pfefferminze sind für Katzen potenziell giftig – auch über den Diffuser. Wenn eine Katze im Haushalt lebt: lüften, niedrig dosieren, dem Tier immer einen Raum ohne Duft lassen.

Aufbewahrung. Dunkles Glas, kühl, verschlossen. Zitrusöle oxidieren am schnellsten und sollten nach etwa einem Jahr nicht mehr auf die Haut. Kinder kommen nicht dran.

Was ätherische Öle können – und was nicht

Belegt ist eine Wirkung auf Befinden und Stimmung: Der Geruchssinn ist der einzige Sinn mit direkter Verbindung zum limbischen System, und Düfte sind eng an Erinnerung gekoppelt. Für einzelne Öle gibt es Studien zu Entspannung, Schlafqualität und Übelkeit, meist mit kleinen Fallzahlen.

Nicht belegt ist alles, was in Richtung Heilung geht. Ätherische Öle behandeln keine Infektionen, keine Depression und keine chronischen Erkrankungen. Wer damit wirbt, verspricht zu viel.

Transparenz: unsere Partnerschaft

Wir arbeiten mit den Ölen von doTERRA und sind dort als Beraterinnen registriert. Das heißt: Wenn du über uns bestellst, verdienen wir daran mit. Wir sagen das offen, weil du das wissen solltest, bevor wir dir etwas empfehlen.

Eine Beratung bei uns bekommst du unabhängig davon – auch, wenn du deine Öle woanders kaufst oder nur wissen willst, was du mit dem Fläschchen aus dem Reformhaus anfangen sollst.

Häufige Fragen

Zu ätherischen Ölen

Verdient ihr an den ätherischen Ölen mit?
Ja. Wir sind bei doTERRA als Beraterinnen registriert und verdienen an Bestellungen, die über uns laufen. Wir sagen das offen, weil du es wissen solltest, bevor wir dir etwas empfehlen. Eine Beratung bekommst du unabhängig davon – auch, wenn du deine Öle woanders kaufst.
Kann ich ätherische Öle einnehmen?
Für den Hausgebrauch: nein. Die orale Einnahme gehört in fachkundige Hände. Schleimhäute reagieren empfindlich, und einzelne Öle belasten die Leber. Für Raumbeduftung und verdünnte Hautanwendung braucht es das auch nicht.
Ich habe eine Katze – worauf muss ich achten?
Katzen können viele Terpene nicht abbauen, weil ihnen ein Leberstoffwechselweg fehlt. Teebaum, Zitrusöle, Pfefferminze und Kiefer sind für Katzen potenziell giftig, auch über den Diffuser und über das Fell beim Putzen. Wenn eine Katze im Haushalt lebt: sparsam dosieren, kurz beduften, gut lüften und dem Tier immer einen Raum ohne Duft lassen.

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